FDP.Die Liberalen Luzern nominiert Damian Müller für die Ständeratswahlen 2027

Die Delegierten der FDP.Die Liberalen Luzern nominierten an ihrer Versammlung vom 15. Oktober in Ettiswil Ständerat Damian Müller für die eidgenössischen Wahlen 2027. Gleichzeitig fassten sie die Parolen zu den nationalen und kantonalen Abstimmungsvorlagen vom 29. November 2026.

Rund 180 Delegierte und Gäste nahmen an der Versammlung in der Büelacherhalle Ettiswil teil. Eröffnet wurde der Abend durch Andreas Bärtschi, Co-Vizepräsident der FDP Kanton Luzern sowie Urs Boog, Präsident der FDP Ettiswil. Im Zentrum der Delegiertenversammlung stand die Nomination von Ständerat Damian Müller für eine weitere Amtszeit. Seit 2015 vertritt er den Kanton Luzern im Ständerat und setzt sich mit Erfahrung, Engagement und lösungsorientierter Politik für die Interessen der Luzerner Bevölkerung und Wirtschaft ein. Die Delegierten nominierten Damian Müller einstimmig und mit grossem Applaus für die Ständeratswahlen 2027. Damit setzt die FDP Luzern auf Kontinuität und eine starke liberale Vertretung in Bundesbern.

AHV-Finanzierung: Unterschiedliche Wege zur Sicherung der Altersvorsorge 
Die Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer wurde kontrovers diskutiert. Mitte-Kantonsrätin Karin Stadelmann, Luzern, vertrat die Vorlage, FDP-Kantonsrat Andreas Bärtschi, Altishofen, die Gegenposition. Während die Befürworter die Finanzierung der vom Volk beschlossenen 13. AHV-Rente sicherstellen wollen, kritisiert die FDP die zusätzliche Belastung von Mittelstand und Gewerbe. Die geplante Steuererhöhung um 0,4 Prozentpunkte würde jährlich rund 1,5 Milliarden Franken einbringen, jedoch nur einen Teil des Finanzierungsbedarfs decken. Die FDP fordert stattdessen nachhaltige strukturelle Reformen. Die Delegierten fassten mit 4 Ja-Stimmen, 154 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen die NEIN-Parole.

Kriegsmaterialgesetz: Sicherheit und Neutralität im Fokus 
Nationalrat Michael Götte, St. Gallen, erläuterte die Argumente für die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes. Die Befürworter wollen die Schweizer Sicherheits- und Verteidigungsindustrie stärken und die Zusammenarbeit mit Partnerstaaten erleichtern. Kritiker befürchten hingegen einen Kontrollverlust bei der Wiederausfuhr von Kriegsmaterial sowie eine Schwächung der Neutralität. Die Vorlage soll dem Bundesrat mehr Handlungsspielraum ermöglichen, wobei die bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen weiterhin gelten. Die Delegierten beschlossen mit 161 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung die JA-Parole.

Feuerwerksinitiative: Eigenverantwortung statt Verbote 
FDP-Kantonsrätin Jacqueline Theiler, Luzern, informierte über die Feuerwerksinitiative, die ein weitreichendes Verbot von lärmverursachendem Feuerwerk verlangt. Die FDP anerkennt die Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt, setzt jedoch auf Eigenverantwortung und verhältnismässige Regelungen. Kantone und Gemeinden können Feuerwerk bereits heute einschränken und dabei auf lokale Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Die Delegierten fassten mit 27 Ja-Stimmen, 131 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen die NEIN-Parole.

Mitte-Initiative: Volksentscheid zur Individualbesteuerung respektieren 
FDP-Kantonsrätin Sarah Arnold, Adligenswil, stellte die Initiative zur Ehepaarbesteuerung vor. Mit der Annahme der Individualbesteuerung im März 2026 hat sich die Stimmbevölkerung für eine zivilstandsunabhängige Besteuerung entschieden. Die Initiative der Mitte würde diesen Entscheid infrage stellen und aus Sicht der FDP zusätzliche Bürokratie, Rechtsunsicherheit und neue steuerliche Fehlanreize schaffen. Die Delegierten beschlossen mit 2 Ja-Stimmen, 160 Nein-Stimmen und einer Enthaltung die NEIN-Parole.

Sicherheitszentrum Rothenburg: Investition in die Sicherheit FDP-Fraktionspräsident 
Patrick Hauser, Luzern, stellte den Neubau des Sicherheitszentrums Rothenburg Station-Ost vor. Das Projekt führt wichtige Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen zusammen und schafft moderne Arbeitsplätze für rund 700 Mitarbeitende. Mit einer integrierten Leitstelle und einem Festnahmezentrum verbessert es die Zusammenarbeit und stärkt die Sicherheit im Kanton Luzern. Der Kantonsrat unterstützte das Vorhaben einstimmig. Die Delegierten fassten mit 151 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen die JA-Parole.

A2-Überdachung Kriens: Chance für LuzernSüd reduziert 
FDP-Kantonsrat Roger Erni, Kriens, präsentierte die Mitfinanzierung der A2-Teilüberdachung in Kriens. Das Projekt die Trennwirkung der Autobahn, verbindet Quartiere und wertet den Entwicklungsschwerpunkt LuzernSüd auf. Die Kosten von rund 186,5 Millionen Franken tragen Bund (60 Prozent), Kanton (26 Prozent) und Stadt Kriens (14 Prozent) gemeinsam. Die Krienser Bevölkerung hat dem Projekt bereits mit 78,7 Prozent zugestimmt. Die Delegierten beschlossen mit 160 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und einer Enthaltung die JA-Parole.

Bildung, die alle besser macht, statt alle gleich. Grundkompetenzen sichern – Bildung stärken
FDP-Kantonsrätin Romona Gut-Rogger, Emmen, stellte den Inhalt der geplanten kantonale Bildungsinitiative der Kantonalpartei vor. Aufgrund der sinkenden schulischen Leistungen und immer mehr Bildungsaufgaben fordert die FDP einen stärkeren Fokus auf die Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik. Dafür sollen genügend Unterrichtszeit zum Üben und Festigen sowie zusätzliche Fördermöglichkeiten für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Die Delegierten genehmigen die Initiative mit wenigen Gegenstimmen. Start der Unterschriftensammlung ist der traditionnelle Parteitag vom 8. Dezember 2027.

Weitere Geschäfte 
Parteipräsident Ruedi Amrein informierte über aktuelle Geschäfte und die Vorbereitungen für die Wahlen 2027.

 

Besichtigung CKW Unterstation Ettiswil

Grosses Interesse in der Bevölkerung